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Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2021: Die massiven Umweltprobleme bleiben ungelöst

Heute hat sich das Stimmvolk gegen die Trinkwasserinitiative und die Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide” ausgesprochen. Es hat diesen Entscheid gefällt – in der Erwartung, dass Politik und Landwirtschaft die massiven Umweltprobleme und gesundheitlichen Risiken durch Pestizide und Nährstoffe erkannt haben. Bundesrat und Parlament haben zugesagt, die Belastung durch Pestizide und Nährstoffe wirksam zu reduzieren und den Zustand der Biodiversität zu verbessern. Sie stehen nun in der Pflicht, ihren Beteuerungen konkrete Taten folgen zu lassen.

... enttäuscht vom 2x Nein
... enttäuscht vom 2x Nein

Denn eines ist klar: mit dem heutigen Tag sind die Probleme keineswegs vom Tisch. Da sind die zu hohen Tierbestände: Die Schweiz hält pro Hektare rund doppelt so viele Nutztiere wie ihre Nachbarländer. Die Gülle dieser Tiere wird in Form von Stickstoff über die Luft verfrachtet und verschmutzt Seen, Wälder und Moore. Die Artenvielfalt der Schweiz nimmt laufend ab. Rund 60 Prozent der Insektenarten in der Schweiz sind bedroht. Wir belasten Wasser, Luft und Böden mit einem ganzen Cocktail an Pestiziden mit unvorhersehbaren Folgen für die Natur und unsere Gesundheit. Diese Probleme müssen rasch gelöst werden. Je länger man wartet, desto höher sind die Kosten. Wenn wir die natürlichen Ressourcen nicht schonen, steht unsere Ernährungssicherheit mittel- und langfristig auf dem Spiel.

Massnahmeplan “sauberes Wasser” muss rasch umgesetzt werden

Wie wichtig die Schonung der natürlichen Ressourcen ist, anerkennen auch Exponenten aus der Landwirtschaft. So betonte etwa Hans Jörg Rüegsegger, Präsident des Berner Bauernverbands: «Wir begrüssen den vom Bundesrat verabschiedeten Plan für sauberes Wasser in der Schweiz, weil wir genau der gleichen Meinung sind: gesunder Boden, saubere Luft und sauberes Wasser sind unsere zentralen Produktionsgrundlagen.» Auch die IG Zukunft Pflanzenschutz (Social-Media-Post vom 24. April) unterstützt den «Massnahmeplan sauberes Wasser». Wir erinnern den Bauernverband und die BauernvertreterInnen im Bundeshaus an diese Zusagen und erwarten, dass sie ihre Versprechen an die Bevölkerung einhalten und die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen nicht länger bekämpfen.

Die beiden Pestizid-Initiativen haben viel bewegt. Die Bevölkerung ist mehr denn je sensibilisiert für die Risiken und Gefahren, welche von Pestiziden und ihren Abbauprodukten ausgehen. Ein «weiter wie bisher» ist definitiv keine Option. Die Trägerorganisationen des 2xJa-Komitees werden sich weiterhin mit Nachdruck für nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen in der Landwirtschaft engagieren. Sie sind dringend nötig.

Für Fisch, Vogel und die Zukunft aller

06.05.2021. Die Kampagne für die beiden Umweltinitiativen ist auch in Graubünden lanciert. Diverse Organisationen machen sich für ein Ja an der Urne stark. Am Mittwoch haben sie ihre Gründe erklärt.

von Olivier Berger


Radi Hofstetter gibt der Gegnerschaft der Trinkwasser- und der Pestizidinitiative sogar recht. Es stimme, was beispielsweise der Bauernverband auf seinen Plakaten schreibe – die beiden Umweltinitiativen seien extrem: «Sie sind extrem wichtig und notwendig, wenn wir unsere Gesundheit und die Biodiversität nicht endgültig aufs Spiel setzen wollen.»

Nicht alle Landwirte dagegen

Zwei Tage nach den Gegnerinnen und Gegnern (Ausgabe vom Dienstag) haben am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen sowie der Verda Graubünden ihre Abstimmungskampagne eröffnet. Vor die Medien traten sie auf dem Weingut von Francisca und Christian Obrecht in Jenins. Das Ehepaar bewirtschaftet seine Rebberge biodynamisch; Francisca Obrecht wird am 13. Juni zu beiden Umweltinitiativen ein Ja in die Urne legen. Sie hoffe, dass eine Annahme der Initiativen der Landschaft einen «Innovationsschub» verpasse werde, sagte sie.

Hofstetter, Präsident des kantonalen Fischereiverbands, erklärte, wieso er die beiden Initiativen «extrem wichtig» findet. «Wir Fischer sind diejenigen, die am genausten ins Wasser schauen», erklärte er. Und in diesem Wasser seien die Folgen der Pestizidanwendung längst sichtbar – auch in den «Gebirgsbächen weitab von konventionellen Landwirtschaftsbetrieben». Die Anzahl und Vielfalt von Kleinlebewesen sei «dramatisch zurückgegangen».

Gesundheit und Zukunft

Nicht nur Fische, sondern auch Vögel sind durch Pestizide gefährdet, wie Michaela Bauer, Präsidentin von Birdlife Graubünden, erklärte. Gustav Ott, Präsident der Bündner Sektion von Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, warnte vor den Gefahren der Pestizide für die menschliche Gesundheit. Und Rolf Marugg als Vertreter der Verda fasste zusammen: «Abgesehen davon, dass Pestizide für den Menschen gesundheitsschädlich sind, wirken sie sich negativ auf viele andere Lebewesen aus.»

Einen flammenden Appell richtete Noana Werdmüller an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, «Ich bin noch nicht mal 20 Jahre alt und muss dafür kämpfen, damit ich, meine Kinder und Enkel auch in Zukunft noch etwas zu Essen und Trinken haben», sagte die Aktivistin von Extinction Rebellion Graubünden.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Wir haben gute Nachrichten! Der indirekte Gegenvor-schlag wurde am 15.06.22 vom Nationalrat angenom-men und auch nicht verwäs-sert. Als nächstes stimmt der Ständerat im September über den Gegenvorschlag ab. Wir erwarten rasches Vorgehen, punktuelle Verbesserungen und keinerlei Abschwächun-gen des Gesetzestextes.

09.09.2022 Klima-demo in Chur

«Die Energiewende ist ein wichtiger Schritt zum 1.5°-Ziel. Doch auch in anderen Sektoren muss dringend gehandelt werden», sagt Gabriel Reiber, Mitglied des Organisationskomitees. Aus diesem Grund plant die Organisation am 9. Septem-ber bereits die nächste Kundgebung, an der sie den Verkehrssektor genauer unter die Lupe nehmen will.

In der Schweiz beträgt der Solarenergieanteil am sonst noch stark von Erdöl und Gas abhängigen Gesamtenergie-verbrauch nur 1.5%. Und das, obwohl Solaran-lagen an vielen Orten realisierbar wären. So verfehlen wir unsere Klimaziele – und verheizen uns buchstäblich unsere Zukunft.

System Change Bericht

Angesichts der aktuellen Wirtschaft, die ökologische und soziale Krisen verur-sacht, ist es höchste Zeit, sich ein neues System auszuden-ken. Die Gruppe "system change" arbeitet seit Monaten an der Formulie-rung von Vorschlägen für eine konkrete, ökologische und demokratische Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell. Diese Arbeit hat zu einem Bericht geführt, in dem Ideen für aktuelle Alternativen detailliert beschrieben werden.