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Stefan Grass
vbu-Sekretariat

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Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2017: Schrittweiser Ausstieg aus Erdöl und Atom kann starten

Das JA des Stimmvolkes zur Energiestrategie 2050 ist gut für den Werkplatz Schweiz, für die sichere Energieversorgung und für das Klima. Das Bündner Komitee ist hoch erfreut, dass die Energiewende von einer klaren Mehrheit des Stimmvolkes getragen wird.

Insbesondere der Energie- und Wasserkanton Graubünden wird davon profitieren, ist das Bündner Komitee «Ja zur Energiestrategie 2050» überzeugt. Andy Kollegger, BDP-Grossrat und Co-Präsident des Bündner Komitees: «Es ist ein weitsichtiger Entscheid, der die Energiezukunft nachhaltiger, effizienter und schweizerischer macht.» Die Rahmenbedingungen sind nun klar. Dies ist ein wichtiges Signal für das Gewerbe und die Schweizer Wasserkraft, ist Co-Präsident und CVP-Grossrat Theo Joos überzeugt: «Dieses Ja löst Investitionen in saubere und effiziente Energienutzungen aus und fördert die Innovation». Hoch erfreut über das Resultat ist auch Anita Mazzetta, Komitee-Mitglied und Geschäftsleiterin des WWF Gaubünden: «Mit dieser Wende können wir endlich die Atomrisiken Schritt für Schritt reduzieren und unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Das Ja zur Energiestrategie sieht das Bündner Komitee auch als Sieg für die Demokratie. Eine zwar komplexe, aber eben gutschweizerische Vernunfts- und Kompromisslösung hat über Desinformation und Konzeptlosigkeit gesiegt.

Einheimische Potentiale nutzen - Arbeit und Geld bleiben hier

26.04.2017. Die Energiestrategie fördert die Energieeffizienz und die Produktion von einheimischen, erneuerbaren Energien. Die Schweiz wird weniger abhängig von fossilen Energien aus dem Ausland und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze und Innovation in der Region. Die Energiestrategie, die am 21. Mai zur Abstimmung kommt, wird als Kompromiss breit unterstützt.

Medienmitteilung des Bünder Komitees «JA zur Energiestrategie»

Unterstützung für die Wasserkraft als Rückgrat der Schweizer Stromversorgung

Für die finanziell angeschlagene Wasserkraft bringt die Energiestrategie eine Linderung. Die befristete Marktprämie und die Investitionsbeiträge stützen die Grosswasserkraft und geben den nötigen Spielraum für Investitionen. Martin Schmid, FDP-Ständerat und Verwaltungsrat mehrerer Wasserkraftwerke, unterstützt darum die Vorlage: «Die Energiestrategie ist ein politischer Kompromiss mit mehr Vor- als Nachteilen, gerade auch für Graubünden.» Gut ist
diese Unterstützung zudem für die Wasserzinsen. Not Carl, Präsident der Interessensgemeinschaft Bündner Konzessionsgemeinden: «Der Konkurs eines Stromkonzerns könnte eine Kettenreaktion auslösen und den Kampf um den Erhalt der Wasserzinsen massiv erschweren, ja aussichtslos machen.» Schon in zwei Jahren läuft die bestehende Regelung der Wasserzinsen ersatzlos aus, mit unbekanntem Ausgang.

Gewerbe und Landwirtschaft profitieren

Die Energiestrategie verbietet neue Atomkraftwerke, setzt auf erneuerbare Energien und mehr Effizienz. «Als rohstoffarmes Land müssen wir uns mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass wir die wenigen Rohstoffe die wir haben, für uns nutzen», sagt Ernst Sax, CVP-Grossrat und Gemeindepräsident. Das Potential ist enorm, wie Andy Kollegger, Energiefachmann und BDP-Grossrat, eindrücklich anhand der Biomasseanlagen zeigt: «Vier Kühe liefern so viel Strom, dass ein Einfamilienhaus damit ein Jahr lang mit Strom versorgt werden kann.» Heute
werden lediglich vier Prozent des Hofdüngers in der Schweiz energetisch genutzt. Für Jürg Kappeler, GLP-Grossrat und Unternehmer, ist der Ausbau der inländischen erneuerbaren Energien ohne Wasserkraft und der Energieeffizienz ein wirtschaftlicher Treiber für das heimische Gewerbe: «Mit dem Wirtschaftsentwicklungsgesetz, der ‘Neuen HTW` und der Energiestrategie hat Graubünden gute Voraussetzungen für Innovationen.»

Gut für Umwelt und Klima

Die Energiestrategie fördert die erneuerbaren Energien, stärkt gleichzeitig aber auch den Biotopschutz. Energieanlagen in Biotopen von nationaler Bedeutung werden verboten. Silva Semadeni, SP-Nationalrätin und Präsidentin von Pro Natura: «Der Ausbau erneuerbarer Energien lässt sich auch bewerkstelligen ohne diese Naturperlen zu beeinträchtigen.» Sicher schwieriger wird jedoch die Interessensabwägung zwischen dem Landschaftsschutz und dem Ausbau von Energieanlagen.

Unterstützung der Energiestrategie 2050

Keine neuen Atomkraftwerke, mehr erneuerbare Energien, weniger Energieverbrauch: Das sind die Pfeiler der Energiestrategie 2050. Das Parlament hat das erste Massnahmenpaket dazu bereinigt.

Im dritten Anlauf hat der Ständerat die letzten Differenzen bei der Energiestrategie 2050 ausgeräumt. Erneuerbare Energien sollen demnach so gefördert werden, dass sie bis in 20 Jahren viermal mehr Strom produzieren als heute. Neben Biomasse, Sonnen- und Windenergie sollen auch grosse Wasserkraftwerke subventioniert werden. Insgesamt soll der Energieverbrauch gesenkt werden.

Am 21. Mai 2017 kam die ES2050 vors Volk. Die vbu unterstützte in der Klimaallianz die ES2050 und hatte die kantonale Abstimmungskampagne unter der Federführung des WWF in Graubünden finanziell unterstützt.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Wir haben gute Nachrichten! Der indirekte Gegenvor-schlag wurde am 15.06.22 vom Nationalrat angenom-men und auch nicht verwäs-sert. Als nächstes stimmt der Ständerat im September über den Gegenvorschlag ab. Wir erwarten rasches Vorgehen, punktuelle Verbesserungen und keinerlei Abschwächun-gen des Gesetzestextes.

09.09.2022 Klima-demo in Chur

«Die Energiewende ist ein wichtiger Schritt zum 1.5°-Ziel. Doch auch in anderen Sektoren muss dringend gehandelt werden», sagt Gabriel Reiber, Mitglied des Organisationskomitees. Aus diesem Grund plant die Organisation am 9. Septem-ber bereits die nächste Kundgebung, an der sie den Verkehrssektor genauer unter die Lupe nehmen will.

In der Schweiz beträgt der Solarenergieanteil am sonst noch stark von Erdöl und Gas abhängigen Gesamtenergie-verbrauch nur 1.5%. Und das, obwohl Solaran-lagen an vielen Orten realisierbar wären. So verfehlen wir unsere Klimaziele – und verheizen uns buchstäblich unsere Zukunft.

System Change Bericht

Angesichts der aktuellen Wirtschaft, die ökologische und soziale Krisen verur-sacht, ist es höchste Zeit, sich ein neues System auszuden-ken. Die Gruppe "system change" arbeitet seit Monaten an der Formulie-rung von Vorschlägen für eine konkrete, ökologische und demokratische Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell. Diese Arbeit hat zu einem Bericht geführt, in dem Ideen für aktuelle Alternativen detailliert beschrieben werden.