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Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2016: Knappe Ablehnung der Maximallaufzeiten für Schweizer AKW

Mit Bedauern nimmt die Allianz «für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» die Ablehnung der Atomausstiegs-Initiative zur Kenntnis. Das Ergebnis setzt dennoch ein klares Zeichen für einen raschen Atomausstieg mit substantieller Stärkung sowohl des Umstiegs auf erneuerbare Energieproduktion wie auch der Atomaufsicht.

Zwar möchte eine starke Minderheit der Schweizerinnen und Schweizer der Atomenergie ein Ablaufdatum setzen, jedoch ist es nicht gelungen, genügend Stimmberechtigte von der Idee der Volksinitiative zu überzeugen. Erfreulich ist die solide Unterstützung in der Romandie. Fakt ist jedoch, dass es auch fünf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima keine Verbesserungen der Sicherheit im ältesten AKW-Park der Welt gibt.

Regula Rytz, Co-Präsidentin der Allianz «für den geordneten Atomausstieg» und Präsidentin der Grünen äussert sich mit gemischten Gefühlen: «Wir sind zwar erfreut über die breite Unterstützung in der Bevölkerung – andererseits ist es natürlich bitter, dass der Abstimmungserfolg nicht gelungen ist. Doch das Thema ist damit nicht vom Tisch. Im Gegenteil: wir haben die Krise der Atomenergiebranche in der Schweiz in der Abstimmungskampagne schonungslos aufdecken können und wollen die Misswirtschaft beenden.»

Für Greenpeace-Kampagnenleiter Christian Engeli, Co-Präsident der Allianz steht fest: «Während des Abstimmungskampfes wurden mehrfach Sicherheitsmängel in den Uralt-AKW aufgedeckt; gleichzeitig haben die Stromkonzerne Attacken auf die atomare Sicherheitsgesetzgebung vollführt. Die Atomaufsicht ENSI braucht deshalb dringend mehr Kompetenzen und ein angemessenes Durchgriffsrecht. Sonst wird das Motto «Laufen lassen, solange sicher» zur gefährlichen Lotterie.»

Jürg Buri, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES fügt an: «Die «Energiestrategie 2050» ist erfreulicherweise unbestritten. Alle wichtigen Player aus Politik und Wirtschaft haben im Abstimmungskampf klar ihre Unterstützung zu diesem Projekt zum Ausdruck gebracht. Die SVP ist gut beraten, ihr Referendum abzublasen.» Zudem gab es ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz: «Keine Seite will gemäss den im Abstimmungskampf gemachten Versprechungen Atom- oder Kohlestrom importieren. Wir nehmen diese Zusagen ernst und werden die früheren Gegner einer Dreckstromabgabe auf ihre neue Zustimmung verpflichten.»

Ebenso wurde in der Kampagne die Misswirtschaft der Schweizer Atomindustrie schonungslos ans Licht gebracht: Die AKW-Betreiber stecken in einer tiefgreifenden Finanzkrise. Zur Bewältigung braucht es Transparenz über ihre finanzielle Situation und insbesondere über die effektiven Kosten der Atomstromproduktion. Die eigene Sanierung haben die Konzerne jedoch selbst zu bewältigen.

Die breit abgestützte Allianz aus über 40 Organisationen, hunderten von hoch engagierten Einzelpersonen der Zivilgesellschaft, aus allen Wirtschaftszweigen und jeder politischen Couleur konnten mit dem langjährigen, intensiv verfolgten Projekt «geordneter Atomausstieg» nicht ganz überzeugen. Sie haben über das Lager des umweltschützerisch stark engagierten Spektrums und die Städte hinaus zu wenig Zustimmung und Unterstützung für einen Durchbruch erhalten.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Allianz «für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» werden geeint mithelfen, das allfällige Referendum gegen die Energiestrategie 2050 abzuwehren.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Wir haben gute Nachrichten! Der indirekte Gegenvor-schlag wurde am 15.06.22 vom Nationalrat angenom-men und auch nicht verwäs-sert. Als nächstes stimmt der Ständerat im September über den Gegenvorschlag ab. Wir erwarten rasches Vorgehen, punktuelle Verbesserungen und keinerlei Abschwächun-gen des Gesetzestextes.

09.09.2022 Klima-demo in Chur

«Die Energiewende ist ein wichtiger Schritt zum 1.5°-Ziel. Doch auch in anderen Sektoren muss dringend gehandelt werden», sagt Gabriel Reiber, Mitglied des Organisationskomitees. Aus diesem Grund plant die Organisation am 9. Septem-ber bereits die nächste Kundgebung, an der sie den Verkehrssektor genauer unter die Lupe nehmen will.

In der Schweiz beträgt der Solarenergieanteil am sonst noch stark von Erdöl und Gas abhängigen Gesamtenergie-verbrauch nur 1.5%. Und das, obwohl Solaran-lagen an vielen Orten realisierbar wären. So verfehlen wir unsere Klimaziele – und verheizen uns buchstäblich unsere Zukunft.

System Change Bericht

Angesichts der aktuellen Wirtschaft, die ökologische und soziale Krisen verur-sacht, ist es höchste Zeit, sich ein neues System auszuden-ken. Die Gruppe "system change" arbeitet seit Monaten an der Formulie-rung von Vorschlägen für eine konkrete, ökologische und demokratische Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell. Diese Arbeit hat zu einem Bericht geführt, in dem Ideen für aktuelle Alternativen detailliert beschrieben werden.