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Stefan Grass
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Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2017: Besuch aus der chinesischen Provinz Henan in Chur

Am 23. März 1917 besuchte eine Delegation aus Henan die Vereinigung Bündner Umweltorganisationen vbu, um mehr über die Arbeit der Umweltorganisationen und vor allem auch ihre Zusammenarbeit mit der Regierung zu erfahren.

Henan ist eine Provinz in China mit ca. 94 Mio. Einwohnern, also fast 12mal mehr Einwohner als in der Schweiz leben. Dabei ist die Fläche von Henan nur 4mal so gross wie die Schweiz. Die Einwohnerdichte ist um einiges grösser als bei uns, obwohl 82% der Bevölkerung von Henan auf dem Land leben. Henan gilt als Kornkammer Chinas.

Die Industrialisierung entstand entlang der Eisenbahnlinie nach Beijing. In Zhengzhou befindet sich der grösste Umsteigebahnhof von Asien. Mit der Industrialisierung entstanden auch Umweltprobleme. Heute sind die grössten Aufgaben die gelöst werden müssen, die Luftverschmutzung und die Abwasserbehandlung.

Die Delegation bestand aus dem Chef des Umweltamtes der Provinz Henan, sowie den Umweltämtern einzelner grosser Städte der Provinz (z.B. Nanyang 10 Mio. Einwohner, Fläche fast dreiviertel der Schweiz). Sie waren sehr interessiert an den Umweltproblemen, welche bei uns bestehen, obwohl diese im Ausmass nicht vergleichbar sind mit den Problemen, welche aktuell in China gelöst werden müssen. So berichtete Herr Ma vom Umweltamt, dass die Luftverschmutzung nicht nur ein Problem der Städte ist, sondern sich auf das Land ausweitet und die Emissionswerte, welche einzuhalten sind, liegen noch weit über den europäischen Werten.

In den letzten Jahren sind die Probleme erkannt worden und werden bekämpft. Es wird oft das Mittel von Geldstrafen oder bis hin zur Stilllegung von Betrieben verwendet. Herr Ma berichtete aber auch, dass sehr viele Kläranlagen gebaut werden, die Umweltbildung in den Schulen stattfindet und grosse Fortschritte erreicht werden.

Es gibt auch einige Umweltorganisationen in der Provinz. Diese sind aber erst in den Anfängen und im Entstehen. Viele Menschen engagieren sich für die Umwelt. Ein Umgang miteinander muss aber noch gefunden werden. Von daher war es für die anwesenden Vertreter sehr spannend zu erfahren, wie die Gesetzgebung und die Aufgabenverteilung in der Schweiz geregelt sind. Herr Remo Fehr, Leiter des Amtes für Natur und Umwelt Graubünden hielt ein Referat über die Gesetzgebung im Rahmen der Luftreinhaltung und berichtete über das Vorgehen bei zu hohen Emissionswerten. Frau Renata Fulcri, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Pro Natura Graubünden, berichtete in ihrem Vortrag stellvertretend für die Umweltorganisationen über die Ziele, Aufgaben und Rechte einer Umweltschutzorganisation in der Schweiz.

Anwesende von links: Herr Walter J. Ammann, Präsident von Pro Natura GR; Mr. Liu Director of Kaifeng Municipal Environmental Protection Bureau; Mr. Wang Director of Nanyang Municipal Environmental Protection Bureau; Frau Marit Richter Vorstandsmitglied WWF GR; Herr Hansjörg Bhend, Präsident VBU; Mr. Ma Counsel of Department of Environmental Protection of Henan Province; Herr Stefan Grass Präsident VCS GR, Sekretär VBU; Mr. Ma Director of Xinyang Municipal Environmental Protection Bureau; Frau Renata Fulcri Wissenschaftliche Mitarbeiterin Pro Natura GR; Mr. Du Chief Engineer of Hebei Municipal Environmental Protection Bureau; Herr Remo Fehr Amtsleiter ANU GR

Die chinesische Delegation möchte den Kontakt aufrechterhalten und auch Umweltschutzorganisationen der Provinz Henan in den Austausch einbinden. Die VertreterInnen der Bündner Umweltorganisationen wurden auch zu einem Gegenbesuch nach China in die Provinz Henan eingeladen.

Für den Bericht
Marit Richter, Vorstandsmitglied des WWF Graubünden

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Wir haben gute Nachrichten! Der indirekte Gegenvor-schlag wurde am 15.06.22 vom Nationalrat angenom-men und auch nicht verwäs-sert. Als nächstes stimmt der Ständerat im September über den Gegenvorschlag ab. Wir erwarten rasches Vorgehen, punktuelle Verbesserungen und keinerlei Abschwächun-gen des Gesetzestextes.

09.09.2022 Klima-demo in Chur

«Die Energiewende ist ein wichtiger Schritt zum 1.5°-Ziel. Doch auch in anderen Sektoren muss dringend gehandelt werden», sagt Gabriel Reiber, Mitglied des Organisationskomitees. Aus diesem Grund plant die Organisation am 9. Septem-ber bereits die nächste Kundgebung, an der sie den Verkehrssektor genauer unter die Lupe nehmen will.

In der Schweiz beträgt der Solarenergieanteil am sonst noch stark von Erdöl und Gas abhängigen Gesamtenergie-verbrauch nur 1.5%. Und das, obwohl Solaran-lagen an vielen Orten realisierbar wären. So verfehlen wir unsere Klimaziele – und verheizen uns buchstäblich unsere Zukunft.

System Change Bericht

Angesichts der aktuellen Wirtschaft, die ökologische und soziale Krisen verur-sacht, ist es höchste Zeit, sich ein neues System auszuden-ken. Die Gruppe "system change" arbeitet seit Monaten an der Formulie-rung von Vorschlägen für eine konkrete, ökologische und demokratische Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell. Diese Arbeit hat zu einem Bericht geführt, in dem Ideen für aktuelle Alternativen detailliert beschrieben werden.