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Stefan Grass
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Aktuelle Meldungen

  • 19.02.2020  Es braucht eine kohärente Klima-Aussenpolitik!

    Der Bundesrat hat heute zwei zentrale, in Klimafragen widersprüchliche Botschaften verabschiedet: Im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit (IZA 2021-2024) sollen jährlich bis zu 400 Millionen Franken zur Bewältigung der Klimakrise in Entwicklungsländern eingesetzt werden. Gleichzeitig wird mit der Kapitalerhöhung bei der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank, welche Milliarden in CO2-intensive Grossprojekte investieren, die Klimakrise weiter angeheizt.

  • 16.02.2020  Mit ungeplanten Tempolimiten zum Klimaziel

    Trotz Versagen der Klimapolitik: Im Jahr 2020 könnte der CO2-Ausstoss erstmals seit der Finanzkrise im Jahr 2009 wieder sinken.

  • 14.02.2020  Der Protest der Jugendlichen wird lauter statt leiser

    Das revidierte kantonale Energiegesetz ist unter Dach und Fach. Während die Wirtschaftsverbände von einem Kompromiss sprechen, fühlt sich die Klimajugend von der Politik verraten.

  • 13.02.2020  Agrarpolitik 2022+: Bundesrat verkennt Klimaproblematik

    Der Bundesrat veröffentlichte heute die Botschaft zur Agrarpolitik 2022+. Die Klima-Allianz Schweiz mit ihren 87 Mitgliedsorganisationen vermisst griffige Massnahmen, wie die Schweizer Landwirtschaft endlich in eine klimaschonende Kreislauflandwirtschaft mit angepasstem Nutztierbestand umgebaut wird.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

2004: Olympia 2014

Keine Olympischen Spiele 2014 in Zürich: Das Fest in Zürich, die Landschaftseingriffe in Graubünden

Widerstand gegen Olympia-Pläne

Das Komitee Olympiakritisches Graubünden wird sich gegen allfällige Pläne einer bündnerischen Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2014 und folgende zur Wehr setzen. Sollten die Olympia-Promotoren ihre Idee konkretisieren, sollte es nach unserer Auffassung möglichst bald eine Volksabstimmung geben. Bei diesem Urnengang wird sich das Komitee Olympiakritisches Graubünden gegen eine Kandidatur aussprechen. Sollte das Bündnervolk eine Kandidatur unterstützen, werden wir dies akzeptieren, das Vorhaben aber «im Sinne einer Schadensbegrenzung» kritisch begleiten.

Kontakt: Stefan Grass, Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden
Tel. 081 - 250 67 22


Das Fest in Zürich, die Landschaftseingriffe in Graubünden

Die Bündner Umweltorganisationen wehren sich gegen eine Olympiade im 2014 in Zürich mit Graubünden zusammen, weil die für die Skirennen erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft erfahrungsgemäss für sehr lange Zeit ökologische Schäden anrichten.


Bei der angedachten Olympiade 2014 würden die Eröffnungs-, Sieger- und Schlussfeiern in Zürich stattfinden. In der Host City wären die Hotels im Februar ausgebucht. Der gigantische Olympiatross wird sich in Zürich vergnügen. Graubünden hätte den regen olympischen Verkehr von Zürich bis nach Lenzerheide und Flims/Laax und überdimensionierte Wintersportanlagen, die später in diesem Ausmass nicht mehr genutzt werden.

Gemäss Anita Mazzetta, Geschäftsführerin des WWF Graubünden, sind die Outdoor-Wettkämpfe für eine Winterolympiade eine zu grosse Belastung für eine alpine Landschaft. "Graubünden soll sich auf die Durchführung der Ski-WM 2013 konzentrieren, weil die Skipiste am Piz Nair schon für 2003 wettkampftauglich gemacht wurde. Bei Grossanlässen ist die Wiederverwendung der Anlagen zwingend". Auch die Fussballstadien für die Europameisterschaft 2008 werden später weitergenutzt.

Aus Sicht von Christian Geiger, dem Geschäftsführer der Pro Natura Graubünden sollte man von der Olympiaübung in den Bündner Alpen absehen. Die Eingriffe in Natur und Landschaft bleiben gross, auch wenn die Olympia-Promotoren versprechen, dass in erster Linie bestehende Infrastrukturen und Sportanlagen genutzt werden. "Das Beispiel der Alpinen Ski-WM 2003 zeigte es deutlich: Obwohl immer wieder versichert wurde, dass nur eine bestehende Anlage genutzt werde, wurden die Skipisten völlig neu gebaut, lange Beschneiungsleitungen verlegt sowie aufwändige Einrichtungen für Zuschauer und Medien erstellt", hält Geiger fest. Die für 2003 international wettkampftauglichen Skianlagen in St. Moritz stehen für 2014 nicht zur Verfügung. Gemäss Anforderungen von Swiss Olympic sind sie zu weit weg von Zürich. So müssten auch in Lenzerheide und Flims/Laax ähnliche Eingriffe in die hochsensible alpine Landschaft gemacht werden. Olympische Winterspiele sind immer unökologisch.

Die wirtschaftlichen Erwartungen sind erfahrungsgemäss im Vorfeld von Olympiaden viel zu hoch. Sie werden nicht erfüllt wie Untersuchungen in Lillehammer, Calgary und Albertville zeigen: Die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen sind auf die Phase kurz vor, während und kurz nach der Durchführung der Winterolympiade beschränkt. Die langfristigen Auswirkungen auf Produktion und Beschäftigung der Austragungsorte und der Region sind dagegen gering. Daraus zieht Stefan Grass, der Präsident des VCS Graubünden das Fazit: "Olympische Winterspiele sind nicht nachhaltig - dem langfristig geringen wirtschaftlichen Nutzen und dem schwer fassbaren sozialen Nutzen steht eine gravierende ökologische Belastung gegenüber."

Keine Olympischen Spiele 2014 in Zürich

Im Jahr 2014 finden keine Olympischen Winterspiele in Zürich statt. Die Vertreter der Stadt und des Kantons Zürich sowie des Bundes haben sich für einen Verzicht entschieden.

[sda] - Die gegenwärtige Finanzlage der öffentlichen Hand lasse ein derartiges Engagement für Infrastruktur, Sicherheit, allfällige Organisationsbeiträge oder Defizitgarantien nicht zu, heisst es in einer Mitteilung. Zudem müsse bei der Entscheidung des Internationalen Olympischen Kommitees 2007 die Bereitschaft der Bevölkerung für die Kandidatur überzeugend vorhanden sein. Das Risiko, dass die Olympiapläne bei einer Volksabstimmung scheitern würden, schätzen Stadt, Kanton und Bund derzeit aber als hoch ein.

Für die Zukunft sollen jedoch durch enge Zusammenarbeit von Swiss Olympic mit dem Bund, den Kantonen und weiteren Kreisen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kandidatur geschaffen werden. Dabei wäre eine substanzielle Beteiligung des Bundes notwendig. Swiss Olympic hatte Ende März grünes Licht für die Vorbereitung einer Zürcher Kandidatur gegeben. Gestrauchelt war damals "Davos 2014". Gleichzeitig wurde jedoch das zu geringe Engagement von Zürich kritisiert. Zürich sollte bis anfangs Dezember sein Bewerbungsdossier einreichen.

Bereits im Mai hatte sich der Stadtrat skeptisch über die Olympiapläne geäussert. Vor allem lehnt er jegliche Führungsfunktion bei der Erarbeitung einer Kandidatur ab und wies auf zahlreiche Probleme hin. Zudem müssten bis Herbst dieses Jahres finanzielle Zusicherungen des Bundes vorliegen. Das Zürcher Dossier wurde von den Regierungen von Zürich, Graubünden und Schwyz eingereicht. Die drei Kantone sprachen für die Detailabklärungen einen Kredit von insgesamt 370 000 Franken.

Position zum BEG

Es ist von grosser Bedeutung, dass mit dem neuen Bündner Energiegesetz (BEG) die Voraussetzungen geschaffen werden, um unsere Klimaziele zu erreichen. Weder das aktuelle Gesetz noch die geplanten Anpassungen erfüllen die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, geschweige denn die Forderung des Klimastreiks nach «Netto Null 2030».

«Der Konzern-Report»

Dokumentarfilm (45', 2020):
Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Schweizer Konzerne geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne für Verfehlungen geradestehen müssen.

Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.