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Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

2018: Geschafft: Nun müssen Taten folgen

Die Velowege kommen in die Bundesverfassung. Volk und Stände haben heute den Bundesbeschluss Velo mit klarer Mehrheit angenommen. „Dies ist ein wichtiger Entscheid zugunsten aller Verkehrsteilnehmenden und ein Schritt vorwärts für die Mobilität in der Schweiz. Nun muss der Volkswille umgesetzt werden“, sagt Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident von Pro Velo Schweiz.

Medienmitteilung vom 23. September 2018

Pro Velo ist sehr erfreut über den klaren Ausgang der heutigen Abstimmung. Volk und Stände sind dem Bundesrat und dem Parlament gefolgt. Beim Bundesbeschluss Velo handelt es sich um eine ausgewogene Vorlage und um eine längst fällige Ergänzung der Bundesverfassung: Die Velowege hätten eigentlich bereits in den 1970er Jahren zusammen mit den Fuss- und Wanderwegen in die Verfassung aufgenommen werden sollen. Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass der Bundesbeschluss Velo von einer sehr breiten Allianz getragen wurde. Dies bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Schweizerischen Mobilitätspolitik.

Nun müssen Taten folgen

Pro Velo fordert den Bund nun auf, die Kantone bei der Konzipierung und Realisierung von lückenlosen Velowegnetzen in die Pflicht zu nehmen. In 10 Jahren sollen alle Kantone über entsprechende Richt- oder Sachpläne verfügen. Hierzu sollen alle Stände entsprechende Fachstellen schaffen. Pro Velo lädt den Bund zudem ein, eine Strategie zu entwickeln, wie das Velofahren in der Schweiz gefördert werden kann. Mehrere europäische Länder wie die Niederlande (masterplan fiets), Deutschland (Nationaler Radverkehrsplan), Dänemark (National strategy for cycling) oder Frankreich (parlons-vélo.fr) verfügen bereits über eine derartige Gesamtstrategie. Das vom Bundesamt für Strassen erarbeitete Leitbild Langsamverkehr aus dem Jahre 2000 soll hierzu Grundlage sein.

Höherer Stellenwert für das Velo

Pro Velo erwartet von den kommunalen und kantonalen Behörden, dass sie in Planungs- und Bauverfahren den Velowegen denselben Stellenwert einräumen wie anderen in der Verfassung verankerten Gütern. Zu erwähnen sind etwa der Natur- und Umweltschutz, die Fuss- und Wanderwege sowie die Behindertengleichstellung. In der Güterabwägung müssen die Behörden und Gerichte die Veloinfrastruktur gleichwertig in Betracht ziehen.

Urspung: Velo-Inititative

JA zum Bundesbeschluss Velo

11.08.2018. Der Bundesbeschluss Velo ist eine Ergänzung der Verfassung. Daher muss am 23. September das Volk darüber abstimmen. Bundesrat, Nationalrat (115:70) und Ständerat (37:1) sagen sehr deutlich JA. Der Bundesbeschluss ist ein direkter Gegenentwurf zur im Jahr 2016 eingereichten Velo-Initiative. Die Velo-Initiative ist zu Gunsten des Bundesbeschlusses von den Initianten zurückgezogen worden.

Von Stefan Grass, Präsident VCS Graubünden

Der Bundesbeschluss Velo unterstützt und koordiniert Kantone, Städte und Gemeinden bei der Planung von Velowegnetzen. Das Velowegnetz wird dadurch attraktiver und günstiger. Das bringt mehr Sicherheit und Platz für alle Verkehrsteilnehmenden. Auto, ÖV, Fussverkehr und Velo ergänzen sich so besser. Ausgebaute Radwege bieten FahrradfahrerInnen Sicherheit. FussgängerInnen profitieren, weil das Trottoir dem Fussverkehr vorbehalten bleibt. Auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit bringt die Trennung von Verkehrsflächen Kindern und Erwachsenen mehr Sicherheit.

Fuss- und Wanderwege sind schon lange in der Bundesverfassung verankert. Das hat sich bewährt. Nun werden die Velowege gleich behandelt. Kantone und Gemeinden sind und bleiben auch mit dem Bundesbeschluss für Planung, Bau, Unterhalt und Betrieb der Fuss-, Wander- und Velowegnetze zuständig. Die Arbeit wird da erledigt, wo es Sinn macht. Das verbessert die Qualität aller Netze und spart Zeit und Kosten.

Velofahren ist platzsparend, gesund und umweltfreundlich. Velofahren leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Rund 50 Prozent des Autoverkehrs besteht aus Fahrten, die kürzer als 5 km sind. Dank verbesserter verkehrspolitischer Rahmenbedingungen könnten solche Wege zu Fuss oder per Velo zurückgelegt werden. Velofahren zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in der Schweiz. Einheimische wie Gäste haben ein grosses Bedürfnis nach attraktiven und sicheren Velorouten.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Wir haben gute Nachrichten! Der indirekte Gegenvor-schlag wurde am 15.06.22 vom Nationalrat angenom-men und auch nicht verwäs-sert. Als nächstes stimmt der Ständerat im September über den Gegenvorschlag ab. Wir erwarten rasches Vorgehen, punktuelle Verbesserungen und keinerlei Abschwächun-gen des Gesetzestextes.

09.09.2022 Klima-demo in Chur

«Die Energiewende ist ein wichtiger Schritt zum 1.5°-Ziel. Doch auch in anderen Sektoren muss dringend gehandelt werden», sagt Gabriel Reiber, Mitglied des Organisationskomitees. Aus diesem Grund plant die Organisation am 9. Septem-ber bereits die nächste Kundgebung, an der sie den Verkehrssektor genauer unter die Lupe nehmen will.

In der Schweiz beträgt der Solarenergieanteil am sonst noch stark von Erdöl und Gas abhängigen Gesamtenergie-verbrauch nur 1.5%. Und das, obwohl Solaran-lagen an vielen Orten realisierbar wären. So verfehlen wir unsere Klimaziele – und verheizen uns buchstäblich unsere Zukunft.

System Change Bericht

Angesichts der aktuellen Wirtschaft, die ökologische und soziale Krisen verur-sacht, ist es höchste Zeit, sich ein neues System auszuden-ken. Die Gruppe "system change" arbeitet seit Monaten an der Formulie-rung von Vorschlägen für eine konkrete, ökologische und demokratische Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell. Diese Arbeit hat zu einem Bericht geführt, in dem Ideen für aktuelle Alternativen detailliert beschrieben werden.