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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

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Klimawandel - Die Fakten - 2019

Sir David Attenborough gestaltet seine BBC Doku als mitreißenden Weckruf. Mit zahlreichen Wissenschaft-lern belegt er die Fakten rund um die Folgen des Klimawandels und was dagegen unternommen werden kann.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Klimaschutz hier und jetzt!

29.04.2021

Das Abstimmungsdatum vom 13. Juni rückt näher. Mit einer millionenschweren Kampagne heizt die Öllobby die Stimmung gegen das CO2-Gesetz ein. Wie üblich spielen auch bei dieser Abstimmung Zahlen eine zentrale Rolle. So schreibt die Öllobby: Der Schweizer Anteil am weltweiten CO2-Ausstoss betrage nur 0,1 Prozent. Das CO2-Gesetz sei darum nutzlos. Was ist an dieser Behauptung dran und wie ist diese Zahl einzuordnen?

Von Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin des WWF Graubünden

Die Ranglisten der weltweit grössten CO2-Sünder kennen wir alle. Diese wird bekanntlich von China angeführt, mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Die USA folgt auf dem zweiten Rang mit einem halb so grossen Anteil. Das drittplatzierte Land Indien verursacht wiederum halb so viele Treibhausgase wie die USA. Zusammen sind diese drei Länder für die Hälfte der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich. Ein Vergleich mit der Schweiz macht hier keinen Sinn. Giganten und Zwerge kann man nicht miteinander vergleichen. Einigermassen fair ist aber der Vergleich mit Europa. Im Länderranking würde Europa Indien vom dritten Platz verdrängen. Europa hat wie China und die USA also eine grosse Verantwortung beim Klimaschutz.

Noch gerechter ist ein Vergleich der Treibhausgase pro Kopf. Vergleicht man einen Schweizer mit einem Chinesen, Amerikaner und Inder wird die Rangliste der Länder völlig auf den Kopf gestellt. Die USA belegt den 11., China den 32., die Schweiz den 63. und Indien den 82. Rang. Ein Schweizer verursacht beispielsweise doppelt so viele klimaschädliche Treibhausgase wie ein Inder, weil wir Wohlstand haben und Indien immer noch viel Armut. Gemäss der Klimagerechtigkeit der Öllobby müsste aber nicht der Schweizer, sondern der Inder den Gürtel beim CO2 enger schnallen, weil das riesige Land Indien weltweit der drittgrösste CO2-Sünder ist. Die Logik der Öllobby wirft aber noch eine weitere Frage auf. Wenn China, die USA und Indien die Hälfte aller klimaschädlichen Treibhausgase verursachen, welche Staaten sind dann für die andere Hälfte verantwortlich? Es sind lauter Länder, die weniger als zwei oder gar ein Prozent der weltweiten Treibhausgase verursachen. Über 90 Prozent der Länder spielen in dieser Liga: Deutschland, Kanada, Brasilien, Australien, Grossbritannien, die Schweiz und viele mehr. Mit ihrem kleinen Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen können diese Länder allein nicht die Welt retten. Sie könnten alle ihre Klimaverantwortung als irrelevant abtun. Tun sie aber nicht. Rund 40 Prozent aller klimaschädlichen Treibhausgase würden sonst weiterhin ungebremst in die Atmosphäre gelangen.

Dass auch die kleine Schweiz Verantwortung übernehmen muss, zeigt zudem eine aktuelle Studie der Universität Bern. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 73 wurden erstmals Zahlen des ökologischen Fussabdruckes der Schweiz im internationalen Vergleich berechnet. Mitberücksichtigt wurden auch die CO2-Emissionen, welche wir Schweizerinnen und Schweizer durch unseren Konsum von importierten Gütern verursachen. Nach dieser Berechnung gehört die Schweiz weltweit zu den Ländern mit dem grössten CO2-Ausstoss pro Kopf. Wie auch immer der CO2-Fussabdruck der Schweiz berechnet wird, klar ist, Klimaschutz geht nur gemeinsam. Mit dem CO2-Gesetz übernimmt auch die Schweiz Verantwortung und macht jetzt einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Pariser Klimaabkommen.

Klimaschutz JA!

Klimaschutz heisst Ja zum revidierten CO2-Gesetz. Alle Sektoren (Gebäude, Industrie, Mobilität, Finanzplatz) handeln gemeinsam. Wer künftig wenig fossile Energie verbraucht, profitiert als Privatperson, Familie oder Firma. Das ist fair, schafft Arbeitsplätze und die Schweiz wird unabhängiger von Erdöl-, Gas- und Kohleimporten.

Bundesrat, Parlament, fast alle Parteien, führende Klimawissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, die Wirtschaft, über 100 Klimaschutz-Organisationen und engagierte Menschen aus allen Regionen der Schweiz sagen:

JA – Gemeinwohl steht über Sonderinteressen: Wir handeln gemeinsam und fair.
JA – Clevere Massnahmen jetzt ergreifen lohnt sich. Abwarten wird teuer und riskant.
JA – Saubere Luft, weniger Lärm: Klimaschutz ist gut für unsere Gesundheit.

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Wandernd begreifen, was Klimawandel bedeutet

Das Projekt «Klimaspuren» ist eine öffentliche Wanderung durch die Schweiz. Jede und jeder kann mitwandern und erfahren, wie sich die steigenden Temperaturen konkret auswirken und wie findige Menschen die Erhitzung des Klimas stoppen wollen. Klimaspuren dauert vom 1. Juni bis zum 12. Juli 2021 und umfasst gut 50 Ortstermine.

Herausforderungen des Klimawandels

Reto Knutti ist Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und einer der Leit-autoren beim Vierten und Fünften Sachstandsbericht des IPCC. Knutti präsentiert seine Berechnungen und Zukunftsprognosen kompe-tent und ohne Alarmismus, besorgniserregend sind sie alleweil.