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Aktuelle Meldungen

  • 24.05.2019  Hunderttausende fordern bei «Klimastreik» weltweit: «Gebt uns eine Zukunft»

    Hunderttausende überwiegend junge Menschen haben in aller Welt unmittelbar zur Europawahl ein Zeichen für den Kampf gegen die Klimakrise gesetzt. Auch in der Schweiz haben über 20'000 Menschen an den Klimastreiks teilgenommen.

  • 18.05.2019  Verkehrsministerin will Verlagerung

    An der Feier zum 30. Geburtstag der Alpen-Initiative dankte Bundesrätin Simonetta Sommaruga den Alpenschützerinnen und Alpenschützern für ihren unermüdlichen Einsatz. Ausserdem kündete sie an, die Verlagerung auf die Bahn mit einem Massnahmenpaket weiter zu stärken. «Damit wollen wir die Schiene noch attraktiver machen und zusätzliche Transporte von der Strasse wegbekommen», sagte die Verkehrsministerin.

  • 16.05.2019  Schiessen statt hüten?

    Im Nationalrat haben sich die WolfsgegnerInnen durchgesetzt. Ihre Strategien werden die Probleme mit dem Wolf nicht lösen – im Gegenteil.

  • 14.05.2019  Regierung schlägt 
zum «Green New Deal» ein

    Die Regierung erklärt sich einverstanden, ihre Klimastrategie mit zusätzlichen Massnahmen aufzuwerten – 
sie ist bereit, den von über 80 Parlamentariern eingereichten «Green New Deal» zu machen.

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

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Rummelplatz Alpen

In dem Dokumentarfilm treffen Marketingstrategen, Banker und Liftanlagen-hersteller auf Naturschützer, Bergsteiger und Wissen-schaftler. Es werden die Zusammenhänge zwischen Erhaltung der Kulturland-schaft der Alpen, Tourismus und Klimawandel dargestellt.

Film von Louis Saul (2016)

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Ohne Schnee keine Einnahmen

Mit dem Klimawandel geraten die Alpen in Bewegung. Während sich die Lufttemperatur bislang weltweit im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius erwärmt hat, ist im Alpenraum der Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur deutlich höher. Damit werden auch Wintersportgebiete vor einem Dilemma stehen: ohne Schnee keine Einnahmen. Deshalb wird die weiße Pracht zunehmend mit Kunstschnee erzeugt.

Die Schüler nehmen die Politiker beim Wort

13.04.2019

Bei den "Fridays for Future" brechen sie eine Regel, weil die Politik ihr Versprechen bricht. Die Klimastreiks stehen damit in der Tradition der großen Bürgerrechtsbewegungen.

Kommentar von Carolin Emcke in der Süddeutschen Zeitung

Versprechen sind die dem Menschen eigentümliche Art, die Zukunft in den Griff zu bekommen", schrieb die Philosophin Hannah Arendt in ihrem Essay über zivilen Ungehorsam aus dem Jahr 1970, "sie in einem menschenmöglichen Ausmaß berechenbar und verlässlich zu machen." Das ist, was das Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 im Kern ausmachte: ein wechselseitiges Versprechen, ein Versuch, die Zukunft in den Griff zu bekommen. Nicht nur irgendeine Zukunft, sondern die Zukunft in der Epoche des Anthropozäns.

Die 195 Staaten, die mittlerweile die Übereinkunft ratifiziert haben, einigten sich nicht nur auf gemeinsame Ziele: die Begrenzung des Anstiegs der globalen Temperatur auf 1,5 Grad, die Stärkung der Resistenz gegenüber den Folgen des Klimawandels und die Koordinierung von Finanzströmen und Klimazielen. Sondern sie versprachen auch einander, dementsprechend zu handeln. Sich etwas zu versprechen bedeutet, sich an diese Ziele zu binden. Abkommen ohne Versprechen wären keine Abkommen, sondern wahrhaftige oder unwahrhaftige Absichtsbekundungen, die nichts gelten und nichts in den Griff bekommen. Deswegen erklärte Donald Trump auch ausdrücklich den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Klimaabkommen - selbst der für seine notorische Unehrlichkeit bekannte amerikanische Präsident wollte nicht an ein Versprechen gebunden sein, das er nicht zu erfüllen gedenkt.

Das ist, was die "Fridays for Future"-Bewegung so beeindruckend macht: Sie nimmt Versprechen ernst, nimmt die eigene Regierung beim (unterschriebenen) Wort. Sie will ihnen glauben können. Anders als den streikenden Schülerinnen und Schülern unterstellt wird, ist dieser Protest nicht eine Regelverletzung, die Respektlosigkeit vor Regeln artikuliert. Im Gegenteil, die Regelverletzung entspringt dem Zorn über jene Respektlosigkeit, mit der die Regierenden ihre eigenen Versprechen ignorieren und brechen. Dies ist keine anarchistische Rebellion, keine staatszersetzende Unruhe, die bestehende Normen aushebeln will, sondern eine soziale Bewegung, die Übereinkünfte umgesetzt sehen will. Die Schülerinnen und Schüler verletzen eine Pflicht, um die politischen Akteure an ihre Pflicht zu erinnern - das ist der performative Widerspruch, den sie begehen müssen, wenn sie den politischen Repräsentanten vorführen wollen, was diese mit ihrer klimapolitischen Tatenlosigkeit anrichten.

Das ist riskant, denn es lädt ein zu Missverständnissen von außen oder innen. Würde das Handeln der Schülerinnen und Schüler als grundsätzliche Missachtung für Gesetze gedeutet werden, wäre es fatal. Die subversive Praxis des Streiks zieht ihre Legitimität nur daraus, dass sie sich selbst als symbolische Ausnahme versteht (und im Zweifel die Strafe dafür hinnimmt). Es macht einen Unterschied, ob die Schülerinnen und Schüler nach Belieben die Schule schwänzen oder ob sie, wie es hier geschieht, eben nur einen Tag pro Woche der Schule fernbleiben. Sie stellen nicht per se die Bedeutung von Bildung infrage oder die Schulpflicht, sondern sie zeigen ihren Dissens mit der einzigen politischen Geste, die ihnen Sichtbarkeit verspricht. Die streikenden Schülerinnen und Schüler demonstrieren nicht ihre radikale Zügellosigkeit, sondern eher ihre intelligente Diszipliniertheit. Ein Tag pro Woche - angesichts der ökologischen Dramatik des Abschmelzens der arktischen Eisschilde, der Übersäuerung der Meere, des massiven Artensterbens -, ist das noch moderat.

Die Schüler eint kein ideologischer Wahn

Die Protestierenden von "Fridays for Future" reihen sich damit in die Tradition jener historischen Bürgerrechtsbewegungen, die gerade durch ihre unbedingte Selbstkontrolle und Gewaltfreiheit wirken konnten. So wie der Busboykott von Montgomery und die Sit-ins gern mit Rosa Parks oder Martin Luther King assoziiert wurden, so sucht sich die mediale Gegenwart in Greta Thunberg gern ihre ikonografische Entsprechung. Aber damals wie heute ist es mehr gemeinschaftliches Handeln als individueller Heroismus, mehr strategisches Kalkül als explosive Hemmungslosigkeit, mehr kommunikative Vernetzung als persönliches Charisma allein, die die Bewegung so eindrucksvoll wie wirksam machen.

Es ist kein ideologischer Wahn, kein ressentimentgesättigtes magisches Denken, das sie eint, die Protestierenden orientieren sich an wissenschaftlichen Studien und Analysen. Es gibt keine Vorgaben, wer sich ihnen anschließen darf; die Bewegung zeigt sich bislang inklusiv und rational. Ihr Ungehorsam verweigert sich nicht demokratischen Institutionen oder Verfahren, sondern im Gegenteil appelliert er an sie. Politiker, die "Fridays for Future" als naiv oder hypermoralistisch, als manipuliert oder unprofessionell diskreditieren wollen, entblößen nur die Leerstelle, an der ursprünglich einmal die Selbstachtung vor sich als demokratischen Repräsentanten verortbar war.

Sich als Politiker zu echauffieren, dass jemand politische Aussagen beim Wort nimmt, als Politiker zu belächeln, dass jemand überhaupt Erwartungen an die eigene Regierung richtet, Lobbyismus zu unterstellen, weil genuin politische oder soziale oder ökologische Nöte schon gar nicht mehr gedacht werden können, entlarvt nur einen brutalen Zynismus, der im toten Winkel der eigenen Wahrnehmung liegt.

"Dissens schließt Konsens ein und ist das Kennzeichen eines freien Staates", schreibt Hannah Arendt in demselben Text, "jemand, der weiß, dass er widersprechen kann, weiß auch, dass er gewissermaßen zustimmt, wenn er nicht widerspricht." Die Zeiten, in denen vor allem denen Aufmerksamkeit gewährt wurde, die keinen Konsens suchen und die den freien Staat ablehnen, gehen womöglich zu Ende. Nach all den Bewegungen, die lediglich ihren antiaufklärerischen, antidemokratischen Unmut auf die Straßen trugen, ist eine Bewegung, die leidenschaftlich an die Wissenschaft und Vernunft appelliert, die aus demokratischen Verfahren nicht aussteigen, sondern sie eingehalten sehen will, die nicht in nationalistische Regression verfällt, sondern lokale mit internationalen Bedürfnissen zusammen zu denken weiß, ein beglückender Horizont.

Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft

Arten verschwinden, Land-schaften werden zubetoniert, unsere traditionelle Bau-kultur wird zerstört: So kann es nicht weitergehen! Jetzt lanciert Pro Natura, Birdlife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwei Volksinitiativen.

Gletscher-Initiative

Das Schwinden der Gletscher ist ein Weckruf! Gelingt es nicht, die Klimaerwärmung zu stoppen, verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Bringen wir die Schweiz auf Klimakurs!

Wir haben ein Recht auf Zukunft!

Wir fordern, dass die Schweiz den nationalen Klimanot-stand ausruft: “Die Schweiz erkennt die Klimakatastro-phe als zu bewältigende Krise an. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren.”

Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kom-pensationstechnologien hat.

Wir fordern Klimagerech-tigkeit.

CO2-Emissionen im Inland reduzieren

Die Petition verlangt von National- und Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz, das unserer Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, das 100% der Schweizer CO2-Reduktion im Inland festlegt und das nicht unser Geld in zweifelhaften Emissions-zertifikaten versenkt.