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Aktuelle Meldungen

  • 05.06.2020  Wir verlieren die Kontrolle über den Klimawandel

    Die Klimaerhitzung geht weiter, das Eis der Erde schmilzt, die Meere steigen – Coronavirus hin oder her. Die Weltgemeinschaft hat 2015 im Paris-Abkommen beschlossen, dass die Erderwärmung bei 1,5 Grad gestoppt werden soll. Diese Grenze ist nicht willkürlich gewählt, doch die Gründe dafür sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Wird sie überschritten, droht eine Eskalation der Klimakrise, vor der Wissenschaftler warnen.

  • 02.06.2020  Jetzt Weichen stellen für effektiven Klimaschutz

    In einer Woche startet die Debatte über das CO2-Gesetz. Die Klima-Allianz Schweiz mit über 90 Mitglieder- und Partnerorganisationen nimmt alle Nationalrät*innen in die Pflicht: Sie sollen ein Gesetz verabschieden, welches die Weichen für einen effektiven Klimaschutz stellt. Die breite Allianz aus der Zivilgesellschaft macht während der Session mit Testimonials die Dringlichkeit des Anliegens deutlich.

  • 01.06.2020  Forderungen an den Nationalrat für ein zielführendes CO2-Gesetz

    Der Nationalrat berät am 9. und 10. Juni das neue CO2-Gesetz, welches die Weichen der Schweizer Klimapolitik für die nächsten Jahre stellen soll. Die Klima-Allianz fordert ein wirkungsvolles und klimagerechtes CO2-Gesetz, welches jetzt die nötigen Rahmenbedingungen schafft, damit die Schweiz ihre Verpflichtungen aus dem Klimaabkommen von Paris erfüllen kann. Denn die Schweiz muss ihre Verantwortung wahrnehmen mit einem gerechten und effektiven Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise. Das Parlament muss jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft stellen.

  • 26.05.2020  Umweltverbände machen Front gegen Rega-Basis

    Die in Davos geplante Rega-Einsatzbasis steht politisch unter Druck. Jetzt setzt sich auch die Vereinigung Bündner Umweltorganisationen zur Wehr.

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Auf den Spuren der Klimaforschung

Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

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Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen

Die geheimen Machenschaf-ten der Ölindustrie: Exxon, Shell und Chevron, die seit 60 Jahren im Geheimen wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Film von Johan von Mirbach

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Die Rückkehr der Wildnis

Die Schweiz ist ein übernutztes Land: Zuviel menschliche Aktivität, zu viel Gift im leuchtenden Grün. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis.

Lernen aus der Coronakrise?

29.04.2020

«Natürlich», sagte Mailands Vizebürgermeister Marco Granelli letzte Woche gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian, «wollen wir die Wirtschaft wiederaufbauen, aber ich denke, wir sollten es auf einer neuen Grundlage tun.» Und sein Kollege Pierfrancesco Maran ergänzte: «Wir planten für 2030; nun nennen wir es 2020.»

Von Marcel Hänggi

Wenn sich in Italien alle danach sehnen, dass der Alptraum der Pandemie bald vorbei ist, will man doch nicht alles wieder so haben, wie es vorher war. Die Lombardei gehört zu den Regionen Europas mit der schlechtesten Luftqualität. Neue Forschungen legen nahe, dass die Luftverschmutzung den Verlauf der Covid-19-Krankheit verschlimmert. Im Lockdown war die Luft in der Lombardei so sauber wie sehr lange nicht mehr. Mailand reduziert nun die Verkehrsflächen für Autos zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs. Die Stadt strebt im Verkehrsbereich an, was laut dem Klimarat IPCC «in allen Bereichen der Wirtschaft» not tut: «Systemwandel».

Gegenwind für die Umweltpolitik

Die Welt, in der die Corona-Pandemie ausbrach, war bereits eine Welt in multiplen Krisen – darunter die Klimakrise. Es kann jetzt deshalb nicht darum gehen, in eine vermeintliche Vor-Krisenzeit zurückzukehren, sondern es muss darum gehen, wie wir vorwärts kommen. Ich mag eine Katastrophe wie die Corona-Pandemie nicht «Chance» nennen. Aber man kann versuchen, das eine oder andere richtig zu machen.

Ob die Coronakrise Änderungen auslöst, die bleiben, und in welche Richtung diese Änderungen gehen werden, wird sehr kontrovers diskutiert (wer meine wöchentlichen Climate Updates abonniert hat, hat davon einiges mitbekommen). Auch die Gegner*innen der Umweltpolitik sind aktiv. In den USA hat die Regierung Trump den Vollzug der Umweltgesetze suspendiert; klimaschädigende Branchen werden mit Notkrediten am Leben erhalten, und auch in der Schweiz setzt sich beispielsweise die Autobranche für eine Schwächung der Klimaziele ein.

Klare Argumente für die Klimapolitik sind gefragt

Fast alle politischen Interessengruppen versuchen nun, das, was sie immer schon forderten, im Lichte der Pandemie erst recht zu fordern. Wenn wir nun «erst recht» nach einer ernsthaften Klimapolitik rufen, ist das zunächst einfach erwartbar. Umso wichtiger ist es, sauber zu argumentieren, Synergien zu suchen und nebst den Parallelen zwischen den Krisen auch die Unterschiede klar zu sehen.

Die folgenden Lehren scheinen mir am wichtigsten:

  1. Die Welt ändert sich manchmal sehr schnell. Es ist vieles möglich, was bis vor kurzem unmöglich schien. Es darf nach dem Ende der Krise nicht mehr so einfach sein, klimapolitische Massnahmen mit dem Argument abzutun, das sei «unmöglich». Allerdings: Das Bewusstsein für die Klimakrise als Krise fehlt heute noch weitgehend.

  2. In der Coronakrise müssen wir auf einer prekären Wissensbasis handeln: Das Virus ist neu, man weiss wenig darüber; trotzdem konnte man mit Massnahmen nicht warten, bis Gewissheit herrschte. Man nennt dies das Vorsorgeprinzip. Auch in der Klimakrise müssen wir uns vom Vorsorgeprinzip leiten lassen – doch ist die Wissensbasis sehr viel gefestigter. Wir wissen, was zu tun ist.

  3. Die Pandemie verlangte nach einem vorübergehenden Lockdown, die Klimakrise verlangt nach bleibenden strukturellen Änderungen. Das ist, wenn man es richtig anpackt, sehr viel angenehmer. Aber machen wir uns nichts vor: Es ruft auch mächtigere Gegner*innen auf den Plan. Sie versuchen jetzt schon, die in der Umweltpolitik nötigen Massnahmen als eine Art Lockdown darzustellen (wie beispielsweise FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen in diesem Tweet vom 28. Februar).

  4. Wir sehen jetzt, dass unsere Wirtschaft wenig krisenfest ist (wobei die Schweiz dank guter Institutionen vergleichsweise glimpflich davon kommt). Die Gletscher-Initiative verlangt, dass die Klimapolitik «zu einer Stärkung der Volkswirtschaft führt». Im Erläuternden Bericht haben wir dazu vor genau einem Jahr geschrieben, zur Stärke einer Volkswirtschaft gehörten «etwa das Bereitstellen von Arbeitsplätzen oder die ökonomische Resilienz, also die Krisenfestigkeit.» Wenn jetzt die Wirtschaft mit vielen Milliarden gestützt werden muss, sollte man darüber nachdenken, wie diese Wirtschaft künftig krisenfester gemacht werden kann.


Wir brauchen neue Narrative

Es fehlt in der Klimakrise weder an Wissen noch an Lösungen. Was fehlt, sind Narrative, also Erzählungen, mit denen wir uns die Welt erklären. Es fehlen Geschichten, die eine Welt denkbar machen, in der man gut leben kann, ohne die eigenen Lebensgrundlagen aufzubrauchen. Diese Narrative existieren zwar, aber sie werden von den viel dominanteren Narrativen verdrängt – vom Narrativ des Marktes beispielsweise, der alles zum Besten regelt; vom Narrativ der Umweltpolitik als Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leisten kann und so weiter.

Das Coronavirus bringt gerade ein paar alte Narrative ins Wanken. Ob und wie sehr das am Ende der Klimapolitik hilft, kann heute niemand wissen. Es hängt auch ein wenig von unserem Engagement ab.

Anita Mazzetta in den Stadtrat

Klimaschutz und damit eine umweltfreundliche Energie-wirtschaft ist eines von Anita Mazzettas Schwerpunkt-themen. Ihre energiepoliti-sche Fachkompetenz ist beeindruckend, genauso sind es ihre Erfolge. Als Stadträtin ist Mazzetta eine Chance für die Energiewende in der Stadt Chur: Durch die  Anwendung von innovativen Technologien wird das heimische Gewerbe gestärkt.

NEIN zum Jagdgesetz

Innerhalb weniger Wochen ist das Referendum zum neuen Jagdgesetz zustande gekommen. Der grosse Erfolg der Naturschutzorganisatio-nen beweist, dass auch die Bevölkerung mit dieser Revision nicht einverstanden ist. Wir fordern ein modernes Gesetz, das dem Artenschutz dient und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren fördert.

FÜNF MIESE TRICKS DER KONZERNLOBBY

11.05.2020. Grosskonzerne und ihre PR-Firmen versuchen die Bevölkerung mit üblen Tricks zu täuschen.