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Keine Zeit fürs Klima: Moral im Zwiespalt

Richard David Precht trifft die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie sprechen über Moral, Krieg und Klima-schutz. Und darüber, wie man optimistisch bleibt in schweren Zeiten. Für viele junge Leute spielen moralische Werte heute eine deutlich wichtigere Rolle als für frühere Generationen. Moralische Anschauungen werden eng verbunden mit sozialem, ökologischem, ökonomischem und politischem Handeln. All dies findet sich in der Klimafrage wieder: Was ist eine gerechte Politik und welche Haltung sichert der Menschheit ihr Überleben?

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Greta Thunberg im Exklusiv-Interview

Greta Thunberg ist die Ikone der weltweiten Klimabewegung. 2018, im Alter von 15 Jahren, begann sie in Stockholm für mehr Klimaschutz zu streiken. Greta Thunberg bemängelt, dass die Klimakrise immer noch nicht als wirkliche Notlage behandelt werde. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass dies durchaus möglich sei. Auch der Krieg dürfe nicht dafür sorgen, dass die Klimakrise aus dem Fokus gerät: „Jeder Krieg ist ein Desaster. Auf ganz vielen Ebenen. Aber wir müssen in der Lage sein, uns mit verschiede-nen Dingen zur selben Zeit zu beschäftigen.“

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Leben mit dem Klimawandel

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Kampf längst verloren: Wir werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten und mit drastischen Umbrüchen leben müssen. Gert Scobel diskutiert mit Gästen.

Das Naturparadies Val Mora soll erhalten bleiben

30.11.2022

Die Val Mora gehört zu den wenigen, wirklich wilden Regionen der Schweiz. Hier leben Steinbock, Rothirsch, Birkhuhn, Steinhuhn, Auerhuhn, Steinadler und Bartgeier noch relativ ungestört. Jetzt will der SAC im Herzen des Tals eine neue Hütte bauen. Die Umweltverbände wehren sich mit einer Beschwerde ans Bundesgericht dagegen. Weil eine neue Hütte mehr Wanderer und Touristen ins Tal locken wird, was die Tierwelt empfindlich stören und gefährden würde.

Die Val Mora und ihre Seitentäler sind einzigartig. Sie ist eines der wenigen kaum erschlossenen Gebiete der Alpen, zwischen dem schweizerischen Nationalpark und dem italienischen Nationalpark Stilfser Joch. Das Tal weist einen hohen Wildnischarakter auf und bietet einen ausgezeichneten Lebensraum für viele Wildtiere wie Gämse, Steinbock, Rothirsch, Reh, Birkhuhn, Steinhuhn, Auerhuhn, Steinadler und Bartgeier. «Diese Einzigartigkeit wollen wir erhalten», sagt Armando Lenz, Geschäftsführer von Pro Natura Graubünden.

Die Val Mora ist in Gefahr. Auf Grund ihrer Schönheit wird sie bereits jetzt von vielen Wanderern und Bikerinnen begangen. Dies ist auch in Ordnung, denn man kann nur schützen was man kennt, und sich nur für etwas engagieren, was man auch schätzt. Die Störungen könnten bald deutlich zunehmen, weil der SAC die Alp Sprella in eine Hütte umbauen will. Dadurch nehmen die Besucherzahlen zu, was sich bis in die kaum begangenen Seitentäler auswirken wird. Die ökologische Tragfähigkeit der Val Mora könnte überschritten werden, womit sehr wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen und gefährdeten Tieren verloren geht. «Die Horste der Bartgeier und Steinadler sind so gelegen, dass sie auch von wenig berggängigen Personen erreicht werden können, was zu Abbrüchen der Brut führt, und somit zu einem kompletten Lebensraumverlust für Adler und Bartgeier», sagt Anita Mazzetta, Geschäftsführerin von WWF Graubünden.

Hinzu kommt, dass die touristischen Entwicklungen im Val Müstair nicht aufeinander abgestimmt sind, und der Druck auf die Natur somit unnötig gross ist. Die Val Mora soll zum Beispiel als möglicher Ersatz für die geplante neue Bergbahn bei Tschierv beruhigt werden, bei welcher ebenfalls Lebensräume für Bartgeier und Steinadler zerstört werden. Eine SAC-Hütte in der Val Mora würde aber genau diese Beruhigung verhindern.

Zusammenfassend wurden nach Meinung der Umweltverbände die Interessen für den Schutz der Val Mora weder vom Kanton noch vom Verwaltungsgericht Graubünden korrekt noch vollständig erfasst. Die Abwägung der Interessen für den Schutz und die Nutzung ist somit nicht umfassend, und fälschlicherweise zu Gunsten der Nutzung ausgefallen. Die Umweltverbände fechten dies vor Bundesgericht an.

Auskunft:
Armando Lenz, Geschäftsführer Pro Natura Graubünden: 081 511 64 11
Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin WWF Graubünden: 076 500 48 18

Lützerath Unräumbar!

04.01.2023. Die Bagger im Tagebau Garzweiler II stehen direkt vor Lützerath. Seit fast zwei Jahren organisieren Menschen in Lützerath den Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle, gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Auf rechtlicher Grundlage gehört das Land auf dem Lützerath steht RWE. Auch die Grünen haben der Zerstörung Lützeraths und damit dem Nicht-Einhalten der 1,5 Grad – Grenze zugestimmt. Aber nicht mit uns!

Rückzug der Gletscher-Initiative für breit abgestütz-ten Gegenvorschlag

05.10.2022. Das Parlament hat in der Herbstsession einen indirekten Gegen-vorschlag zur Gletscher-Initiative verabschiedet. Mit dem Vorschlag ist wirksamer und rascher Klimaschutz in der Schweiz möglich, weshalb das Initiativkomitee die Gletscher-Initiative bedingt zurückzieht.

Die Initiantinnen und Initianten machen den Weg frei für einen Meilenstein in der Klimapolitik. Das vorgelegte Gesetz bringt Klimaschutz, Innovation und Energiesicherheit und geniesst breite Unterstütz-ung von Parlamentarier-innen und Parlamentariern aus FDP, Mitte, GLP, SP und Grünen.

Die SVP hat bereits das Referendum angekündigt. Das überraschte die Initiantinnen und Initianten nicht. Erneut schürt die SVP Panik und Angst in einer Krisensituation, in welcher gemeinsame Lösungen und Verantwortung gefragt sind. «Indem wir die Gletscher-Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurückzie-hen, sorgen wir für einen schnellen Weg zu einer klimaverträglichen Schweiz und nehmen unsere Verantwortung wahr», betont Stefan Engler, Mit-Initiant und Ständerat der Mitte. Er ist zuversichtlich, dass der Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative an der Urne eine Mehrheit finden wird.