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«Jahrhundertwerk» am Rhein geht in entscheidende Phase

12.01.2021

Die geplante Rheinaufweitung bei Maienfeld/Bad Ragaz rückt der konkreten Umsetzung einen Schritt näher.

von Silvia Kessler

Seit Mai 2018 wurde daran gearbeitet, nun liegt das Auflageprojekt für die geplante Rheinaufweitung bei Maienfeld/Bad Ragaz vor. Über eine Gesamtlänge von drei Kilometern soll der Rhein von heute rund 85 auf durchschnittlich 174 Meter wechselseitig verbreitert werden. Im Gebiet Sarelliwald in Bad Ragaz wird sich die neue Flusslandschaft gar auf einer Breite von 260 Metern ausdehnen. Über die Ziele des Vorhabens sowie über den Inhalt des Auflageprojekts und die nächsten Schritte in Richtung Realisierung wurde gestern an einer Medienorientierung in Maienfeld informiert. Red und Antwort standen Akteure aus den Kantonen Graubünden und St. Gallen, darunter der Maienfelder Stadtpräsident Heinz Dürler, Daniel Bühler, Gemeindepräsident von Bad Ragaz, Daniel Dietsche, Rheinbauleiter des Kantons St. Gallen, sowie Thomas von Wyl vom kantonalen Amt für Natur und Umwelt Graubünden.

Bedenkliche Entwicklungen

Die letzte Rheinkorrektur zwischen Maienfeld und Bad Ragaz habe seines Wissens in den Jahren 1860 bis 1890 stattgefunden, so Dietsche. Bei dem, was nun in den kommenden Jahren und Jahrzehnten projektiert sei, könne daher ohne Übertreibung von einem «Jahrhundertwerk» gesprochen werden. Die geplante Rheinaufweitung sei ein wasserbauliches und ökologisches Aufwertungsprojekt. Durch intensive Kiesentnahmen aus dem Rhein in den Jahren von 1950 bis 1970 habe sich die Rheinsohle stellenweise bis zu fünf Meter vertieft.

«Bei Maienfeld und Bad Ragaz sank die Rheinsohle seit 1972 um weitere eineinhalb Meter ab», führte Dietsche aus. «Mit der Eintiefung der Rheinsohle senkte sich auch der Grundwasserspiegel und führte unter anderem dazu, dass ökologisch wertvolle Giessenbäche versiegten.» Zudem sei das im Bundesinventar der Auengebiete verzeichnete Gebiet «Sarelli-Rosenbergli» auf Bad Ragazer-Seite von der Gewässer- und Überschwemmungsdynamik des Alpenrheins vollständig abgekoppelt. «Somit sind diese Auenflächen langfristig nicht als solche überlebensfähig», führte Dietsche aus.

Der gestrige Augenschein im erwähnten Gebiet unterstrich seine Worte. Durch die geplante Rheinaufweitung soll der heutige Sarelliwald durch einen dynamischen Gewässerlebensraum ersetzt werden, der auch wieder an die Wasserspiegelschwankungen des Flusses angebunden ist, wie der St. Galler Rheinbauleiter weiter erklärte. Zudem sollen Rheinsohle und Grundwasserspiegel stabilisiert und der Hochwasserschutz sichergestellt werden. Und nicht zuletzt soll auf dem Rheinabschnitt Maienfeld/Bad Ragaz ein weiteres Naherholungsgebiet für die ganze Region entstehen.

Die Bevölkerung ist gefragt

Die Kosten für das Projekt wurden auf insgesamt 73 Millionen Franken geschätzt, wie Dietsche aufzeigte. Es werde mit einem Bundesbeitrag von 70 bis 80 Prozent gerechnet. Die Finanzierung der Restkosten indes ist in Maienfeld und Bad Ragaz unterschiedlich geregelt, wie Maienfels Stadtpräsident Dürler und Bad Ragaz’ Gemeindepräsident Bühler gestern aufzeigten. Auf der St. Galler Seite wird sich der Kantonsrat zu gegebener Zeit mit dem Kreditantrag befassen, zumal die Rheinaufweitung als kantonales Projekt eingestuft wird. In Graubünden hingegen liegt die Zuständigkeit für Projekte am Rhein bei den Gemeinden.

«Die Vorprüfung bei den Behörden läuft, und auch die Bevölkerung ist eingeladen, sich im Rahmen einer Mitwirkung einzubringen», so Dürler. Ab kommendem Montag, 18. Januar, bis Freitag, 19. Februar, können die entsprechenden Unterlagen in der Stadtverwaltung von Maienfeld sowie in den Rathäusern von Landquart und Bad Ragaz eingesehen oder online unter www.rheinaufweitung.ch abgerufen werden. Ihm sei bewusst, dass die Rheinaufweitung für viele ein emotionales Thema sei, so Dürler. «Doch ich bin überzeugt, dass es ein ebenso schönes Projekt wird wie in den Mastrilser Rheinauen.»

Ein klares Ja zum neuen CO2-Gesetz

Das neue CO2-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein möglichst deutliches Ja am 13. Juni 2021 bietet die besten Voraussetzungen für weiter-gehende Massnahmen gegen gefährliche Klimaerhitzung.

Die Erdöl-Lobby, unterstützt von der SVP, hat das Referen-dum gegen das neue CO₂-Gesetz am 12.01.2021 eingereicht.

Die Autoverkäufer und die Ölindustrie, in deren Verbänden die SVP stark vertreten ist, begründen dies mit negativen Auswirkungen für den Mittelstand. In Wahrheit geht es um ihre eigenen Wirtschafts-interessen, die ihnen offenbar wichtiger sind als der Erhalt der Lebensgrund-lagen. Indem das neue CO₂-Gesetz wichtige Verursacher der Klimakrise wie den Flug- und Autoverkehr verteuert, trägt es zu globaler Klimagerechtigkeit bei.

Das Gesetz ist somit ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es stellt die Weichen für wesentlich effektivere Klimaschutz-massnahmen. Als breite Allianz der Zivilgesellschaft werden wir uns in der Referendumsabstimmung und darüber hinaus für die Ziele des Pariser Klimaab-kommens entschieden engagieren!

VOM KLIMASTREIK ZUR KLIMABEWEGUNG

AKTIONSTAG 21. MAI 2021

Am Aktionstag im Frühling wird, sofern es die Situation erlaubt, eine zentrale Demonstration in Chur stattfinden. Den ganzen Tag über werden ausserdem dezentral organisierte, lokale Aktionen durchgeführt. Dies können Demonstrationen, Diskussionen, gemeinsamer Austausch bei einem Mittagessen, konkrete Projekte usw. sein. Diese Aktionen werden von lokalen Organisationen und den Klimagruppen organisiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen vor Ort einzubinden und sie zu motivieren, selbst in der Klimabewegung aktiv zu werden.