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Energieperspektiven: Umweltverbände fordern Umsetzung bereits bis 2035

21.12.2021

Die Umweltallianz begrüsst, dass der Bund in den neu aufgelegten Energieperspektiven 2050+ erstmals überhaupt ein Klimaszenario «Netto Null» modelliert hat. Aus Sicht der Umweltverbände müssen die angestrebten Treibhausgasreduktionen jedoch viel schneller erreicht werden, als es die Szenarien vorsehen. Die grössten Potenziale zur Eindämmung der Klimakrise liegen bei der Reduktion des Energieverbrauchs und dem Ausbau der Photovoltaik. Dieser Ausbau soll im Einklang mit dem Schutz der Biodiversität erfolgen.

Mit dem heute publizierten technischen Bericht liefert das Bundesamt für Energie das Abschlussdokument zu den Energieperspektiven 2050+. Erstmals bilden Szenarien die Zielsetzungen der Energie- und der Klimapolitik gemeinsam ab. Gleichzeitig zeigen die Perspektiven auf, dass der Umbau der Schweizer Energieversorgung und das Erreichen des gesteckten Netto-Null-Ziels für Treibhausgasemissionen technisch möglich und auch finanzierbar ist. Das ist wichtig und wird von den Mitgliedorganisationen der Umweltallianz – den grossen Umweltverbänden Greenpeace Schweiz, Pro Natura, VCS, WWF Schweiz und ihren Partnerorganisationen Alpen-Initiative, BirdLife Schweiz und der SES – begrüsst. Aus ihrer Sicht muss die Transformation im Energiesektor jedoch doppelt so rasch erfolgen. Gefragt sind Lösungen, welche die Klimakrise entschärfen, sowie eine intelligente räumliche Planung, die neben der Energieversorgung auch den Erhalt der Biodiversität langfristig sichert.

Netto Null kommt zu spät

Die Energieperspektiven sind auf eine späte Punktlandung mit Netto-Null-Emission im Jahr 2050 optimiert worden. Die daraus resultierenden kumulierten CO2-Emissionen bis 2050 sind jedoch viel zu hoch angesichts des CO2-Budgets, das verbleibt, damit die weltweite Erwärmung 1.5 Grad nicht übersteigt. Auch sind der Flugverkehr, der Import von grauen Emissionen oder die Hebel der Schweiz, um den internationalen CO2-Ausstoss zu senken, in den Szenarien nicht berücksichtigt. Selbst 2050 sollen weiterhin 12 Millionen Tonnen Treibhausgase produziert werden, die dann aufwändig aufgefangen werden müssen. «Was wir jetzt brauchen, ist ein Politikplan für den Energiesektor, der sich an den Grössenordnungen der Energieperspektiven orientiert, diese aber bereits 2035 herbeiführt», fordert Patrick Hofstetter, Klimaexperte beim WWF Schweiz.

Tempo bei Effizienz und Solarausbau erhöhen

«Die Energieperspektiven 2050+ zeigen, dass es geht», so der Kommentar von Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der SES. «Damit die Schweiz die Pariser Klimaziele erreicht und gleichzeitig eine sichere Stromversorgung aufrechterhält, müssen wir uns aber viel schneller von den fossilen Energien verabschieden.» Für die Umsetzung des Netto-Null-Ziels gilt es, sämtliche Energieeffizienzpotentiale intelligent zu nutzen und die erneuerbare Stromproduktion bis 2035 in der Grössenordnung von rund 40 Terawattstunden auszubauen. Die hohen Potentiale, die Akzeptanz sowie die Verträglichkeit mit dem Erhalt der Biodiversität sprechen dafür, dass die Solarenergie den grössten Teil dieses Ausbaus leisten kann und muss.

An diesen Leitlinien müssen die Parlamentarier:innen sich bei ihren Entscheiden zu den zentralen, 2022 anstehenden Gesetzesvorlagen wie dem Mantelerlass für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, der Gletscherinitiative und der Teilrevision des CO2-Gesetzes orientieren.

Weitere Informationen

Patrick Hofstetter*, Fachgruppenleiter Klima und Energie, WWF Schweiz,
Tel. 076 305 67 37
Felix Nipkow*, Leiter Fachbereich erneuerbare Energie, Schweizerische Energie-Stiftung SES, Tel. 077 413 24 31

* Beide haben die Umweltallianz in der Begleitgruppe zu den Energieperspek-tiven 2050+ vertreten.

Mehr zur Umweltallianz

Die Umweltallianz ist ein loser Zusammenschluss der vier grossen Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF. Sie hat zum Ziel, die Interessen des Natur-, und Umweltschutzes auf der politischen Ebene zu stärken.
Erreicht werden soll dies durch eine optimale Koordination der politischen Aktivitäten der einzelnen Partner. So führen die Allianzpartner gemeinsame Aktionen und Projekte durch und tragen Projekte einzelner Organisationen mit.
Mit der Schweizerischen Energie-Stiftung, BirdLife und der Alpen-Initiative Schweiz besteht eine Kooperation.

Wo stehen wir mit der Gletscher-Initiative?

Vor knapp zwei Jahren wurde die Gletscher-Initiative eingereicht, nun kommt die Vorlage in die parlamenta-rische Debatte. Der Bundesrat hat der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenübergestellt, das Parlament kann aber ganz anders entscheiden. Die Initiative wird zuerst in der UREK-N des Nationalrates diskutiert. Was das konkret bedeutet, wird im Podcast  erklärt.

Streik- und Aktions-tag am 21. Mai

In den Lokalgruppen können auch Forderungen ausgear-beitet werden, denen wir dann am 21.5. gemeinsam auf den Strassen Gehör verschaffen werden. An diesem Tag werden in der ganzen Schweiz Streiks, Demonstrationen und andere Aktionen stattfinden, vereint durch den kollektiven Wunsch nach einer sozialen und ökologischen Gesell-schaft.

Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisator:innen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete zusammen mit anderen Aktivist:innen die Bewegung in Deutschland. Seitdem traf Luisa Neubauer diverse Staats- und Regie-rungschefs, und nahm an der Weltklimakonferenz in Madrid und dem Weltwirt-schaftsforum in Davos teil.