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Geplante Skigebietsverbindung Tschiertschen-Arosa: Eine massive Belastung für Natur und Landschaft

29.11.2021

Die Gemeinde Tschiertschen-Praden plant erneut den Anschluss an das Mega-Skigebiet Lenzerheide-Arosa. Die Wunschvariante ist eine Pendelbahn direkt von Tschiertschen auf das Weisshorn sowie eine Piste durch das Urdental. Die Umweltorganisationen lehnen das Vorhaben ab und erinnern an die beschlossene Freihaltung des Urdentals.

Die Skilifte in Tschiertschen sind seit Jahrzehnten defizitär. Mit einem Millionenprojekt sucht die Gemeinde den Befreiungsschlag. Die bestehenden Skilifte sollen zum grossen Teil rückgebaut werden und durch eine Pendelbahn auf das Weisshorn sowie einer Piste durch das Urdental ersetzt werden. Was als Gewinn für Natur und Landschaft verkauft wird, wäre in Tat und Wahrheit ein schwerer Eingriff in eine geschützte Landschaft und in sensible Rückzugsgebiete für Wildtiere. Die Umweltorganisationen Pro Natura, WWF, Mountain Wilderness, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und BirdLife lehnen das Vorhaben ab und erinnern die Bergbahnen an den umfassenden Kompromiss, der beim Zusammenschluss des Skigebietes Arosa-Lenzerheide mit den Umweltorganisationen ausgehandelt wurde.

Die Pendelbahn zwischen Hörnli und Urdenfürggli verbindet seit 2014 die Skigebiete Arosa und Lenzerheide. Für diese Bahn musste ein Korridor durch das Landschaftsschutzgebiet im Urdental ausgeschieden werden. Als Kompensation wurde im Rahmen eines Gesamtkonzeptes auf eine touristische Erschliessung des Urdentals verzichtet. Das innere Urdental wurde vollständig einer Landschaftsschutzzone zugewiesen, für das Wild wurden Wildruhezonen ausgeschieden. Der Bund begrüsste diese Abstimmung zwischen Intensiverholung und Landschaftsschutz und bewilligte den Skigebietszusammenschluss. Es kann nicht sein, dass nur 10 Jahre später diese festen Bestandteile der Skigebietsverbindung einseitig aufgekündigt werden.

Mit der geplanten Pendelbahn wäre die beschlossene Freihaltung des Urdentals Makulatur. Die Querung des unteren Farur- und Urdentals, topografisch markante Gebiete, wäre ein massiver Eingriff in eine geschützte Landschaft. Die Piste durch das Urdental würde zudem wichtige Rückzugsgebiete für die Wildtiere zwischen zwei intensiv genutzten Skigebieten stören. Einerseits ist mit einer rasant ansteigenden Abfahrtsfrequenz zu rechnen. Die Projektanten rechnen mit einer Zunahme von 5'000 auf 25'000 Abfahrten pro Winter. Für Stein- und Gemswild, sowie Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn würde dies massiv mehr Störungen bedeuten. Das Projekt würde auch mehr Verkehr und grosse Parkplätze in Tschiertschen mit sich bringen. Mit dem Rückbau der Lifte und Pisten am Gürgaletsch/Hüenerchopf können diese Beeinträchtigungen nicht ausgeglichen werden. Zudem würde eine Piste im Urdental der Vereinbarung mit den Bergbahnen aus dem Jahr 2012 widersprechen.

Aus diesen Gründen lehnen die Umweltorganisationen das Vorhaben ab. Sie fordern schon lange einen Stopp von touristischen Neuerschliessungen in noch wenig berührten Geländekammern wie das Urdental. Für Gespräche zur Zukunft von Tschiertschen mit einem Fokus auf Naturräume und Artenschutz stehen die Umweltorganisationen aber gerne zur Verfügung.


Für Rückfragen:

Raimund Rodewald, Geschäftsleiter Stiftung Landschaftssschutz, 079 133 16 39, r.rodewald@sl-fp.ch

Maren Kern, Geschäftsleiterin Mountain Wilderness Schweiz, 079 863 27 36, maren.kern@mountainwilderness.ch

Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin WWF Graubünden, 081 250 23 00, 076 500 48 18; anita.mazzetta@wwf-gr.ch

Armando Lenz, Geschäftsführer Pro Natura Graubünden, 081 253 56 44, armando.lenz@pronatura.ch

Tom Bischof, Geschäftsführer BirdLife Graubünden, 081 252 64 70, tom.bischof@gr-birdlife.ch

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