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Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative und zu en Einschränkungen beim Zivildienst

Wir empfehlen sowohl zur sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative der SVP wie auch zu den Einschränkungen beim Zivildienst 2xNein zu stimmen. Die Vorlagen stellen Ökologie, Zusammenhalt und Funktionieren der Schweiz in Frage.

Mogelpackung Nachhaltigkeitsinitiative

Die Initiative kommt als ein parteipolitisch unabhängiges Anliegen daher und argumentiert mit Aussagen zum Schutz von Umwelt und Landschaft. Sie verfolgt jedoch ganz andere, fremdenfeindliche Anliegen. Vorläufig Aufgenommene sollen keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung erhalten. Die geforderten Einschränkungen beim Familiennachzug reduzieren alle bei uns arbeitenden Menschen aus dem Ausland auf ihre reine Arbeitskraft. Das würde gerade bei uns im Tourismuskanton Graubünden zu unmenschlichen Lebensbedingungen für Tausende führen.

Mit dem dreigliedrigen Konzept der Nachhaltigkeit hat die 10-Millionen-Initiative auch nichts zu tun, da sie all die Ungleichgewichte zwischen Umwelt (Erhalt der Lebensgrundlagen), Sozialem (Wohlfahrt) und Ökonomie (Wirtschaft) auf diskriminierende Art ein paar wenigen Faktoren zuschreibt: der Anzahl Menschen im Land, ihrer Herkunft und Wertschöpfungskraft. 

Was es tatsächlich braucht 

Damit es der Umwelt besser geht, braucht es ein Ernährungssystem im Einklang mit der Natur, kleinere Tierbestände und keine synthetischen Pestizide, eine Einschränkung des Siedlungswachstums und funktionsfähige, vernetzte Schutzgebiete. Die SVP setzt sich nicht dafür ein und belegt immer wieder den letzten Platz im Umweltrating der Schweizer Politik, wie auch die aktuelle Auswertung für Graubünden zeigt (siehe https://ecorating.ch/de ).

Im Namen von Umwelt Graubünden appelliert Schuler an den Realitätssinn: «Eine verantwortungsvolle Umweltpolitik setzt auf fair lenkende oder limitierende Massnahmen bei Ressourcenverbrauch, Verkehrsausbauten und Bodenspekulation.»

Zivildienst nützt allen, erst Recht der Bergwelt

Umwelt Graubünden weist daraufhin, dass das ganze gesellschaftliche Leben der Schweiz ohne die engagiert Zivildienstleistenden nicht am Laufen gehalten werden kann. Auch in anstrengenden Tätigkeiten  im Naturschutz wie der Pflege von Biotopen, Bekämpfung von Neophyten oder  dem Schutz der Bergwälder sind Zivildienstleistende heute unverzichtbar. Sie halten die Schweiz – und erst recht die Berggebiete – funktionstüchtig, bewohnbar und menschenfreundlich.

Martin Kreiliger, Geschäftsleiter beim Bergwaldprojekt in Trin: «Aus Faulheit leistet niemand Zivildienst. Wir alle sollten froh um jeden Mann sein, der das auf sich nimmt. Ein Nein zu den vorgeschlagenen Einschränkungen hält den Zivildienst zugänglich für jene, die zu diesem Mehraufwand bereit und dringend nötig sind.»

Download Pressemitteilung vom 14. Mai 2026

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